Suppen - historische Rezepte
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Hier finden Sie in Kürze Helenes Rezeptesammlung - alles sind Kochrezepte die man schon vor mehr als 100 Jahren kannte - historische Rezepte
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Brotsuppe.
Panadel (verkochte Weißbrot-Suppe).
Man schneidet abgeriebene Semmeln (ungefähr 15 Deka) dünnblätterig, setzt sie mit einem Liter kalter Suppe zu, lässt sie eine halbe Stunde kochen, sprudelt sie dann fein ab, gibt, wenn das Gesprudelte zu dick wird, noch Suppe dazu und mischt beim Anrichten zwei abgesprudelte Dotter hinein.
Oder: Man kocht die abgeriebenen Semmeln auf die oben angegebene Weise mit Suppe oder mit Petersilienwasser und ein wenig Safran und sprudelt sie ab. Dann lässt man feingeschnittene Zwiebel oder Petersilie in heißer Butter anlaufen, schüttet die Suppe dazu und lässt sie aufkochen.
Oder: Man röstet Semmelbrösel mit Butter gelb, kocht sie mit Erbsenbrühe und sprudelt sie mit einem Dotter ab. Man kann auch ein paar Löffel Rahm hineinsprudeln.
Semmel-Suppe.
Man legt gebähte Semmelschnitten in eine Schüssel und gießt etwas heiße Suppe darauf. Wenn diese sich eingesogen hat, schüttet man noch so viel Suppe nach, als notwendig ist, gibt für jede Person ein Ei vorsichtig darauf, deckt die Schüssel zu und lässt sie so lange an einem warmen Orte stehn, bis das Klar der Eier gestockt ist. Man bestreut die Suppe mit Schnittlauch oder garniert sie mit Bratwürsten.
Als verlorenes Hendl.
Eine Semmel wird zu kleinen Würfeln geschnitten, mit einem gesalzenen und abgesprudelten Ei gemischt, zu einem Knödel zusammengedrückt, in siedende Rindsuppe in einen kleinen Topf gelegt, gekocht und mit der Suppe angerichtet.
Käse-Suppe.
Mit Semmel. Man gibt auf den Boden einer Suppenschüssel von festem Porzellan einige Butterstückchen, legt eine Schicht von dünnen Semmelschnitten darauf und befeuchtet dieselben mit 5 bis 6 Löffel voll guter Suppe, streut eine dünne Schicht von geriebenem Groyer Käse darüber, gibt wieder Semmelschnitten darauf, etwas Suppe darüber und Käse daraus, fährt so fort, bis der ganze Käse (25—30 Deka) verbraucht ist, gibt aus die oberste Schicht ein paar Butterstückchen, deckt den Topf zu, stellt ihn in das Rohr und lässt ihn darin, bis sich die Feuchtigkeit eingezogen hat. Dann gießt man langsam so viel Suppe nach, daß dieselbe gut zweifingerhoch über die letzte Schicht steht, lässt das Ganze noch eine Weile im Rohre kochen und richtet dann die Suppe sehr heiß an. Sie soll dick sein. Ist sie es zu sehr, so gießt man vor dem Anrichten noch heiße Suppe zu.
Mit Makkaroni.
Man bereitet die Suppe ebenso, nimmt aber Parmesankäse und statt der Semmelschnitten Makkaroni, die man in Stücke gebrochen, in Salzwasser gekocht und abgeseiht hat, und lässt die Suppe nach dem Zugießen der Fleischbrühe nur kurz aufkochen.
Fleisch-Suppe.
Rindfleischreste schneidet man sein, gibt sie zu angelaufener Petersilie und Zwiebel, röstet sie ein wenig, staubt sie mit einem Löffel Mehl und vergießt sie mit Suppe. Dann gibt man gebähte Semmelschnitten dazu und kocht das Ganze ohne Sprudeln eine halbe Stunde.
Brot-Suppe.
Dünne Schnitten von altgebackenem Brote röstet man mit Butter oder Bratenfett oder auf dem Blech und kocht sie mit guter Rindsuppe auf oder gibt dieselbe nur beim Anrichten heiß über die Schnitten. Man gibt zu Stücken geschnittene Selch- oder Bratwürste oder für jede Person ein verlorenes Ei in die Suppe und würzt dieselbe mit Pfeffer oder gibt Schnittlauch darauf.
Oder: Man schneidet das Brot blätterig, kocht es mit Rindsuppe oder Petersilienwasser und sprudelt es gut ab, so daß es ein dicklicher Brei wird, den man mit Pfeffer würzt und beim Anrichten mit einem Dotter legiert.
Schwäbische Suppe.
In heißes Fett gibt man sein geschnittene Zwiebel und ein paar roh geschälte, kleinwürfelig geschnittene Erdäpfel. Wenn die Zwiebel gelb wird, gibt man feingeschnittene Petersilie und dünnblätterig geschnittenes Brot dazu, gießt Suppe daraus, kocht das Ganze, bis die Erdäpfel weich sind, und gibt Stücke von Selch- oder Bratwurst hinein. Man kann die Suppe mit Pfeffer würzen und vor dem Anrichten ein ganzes Ei hineinsprudeln.
Sago- oder Tapioka-Suppe.
Von Sago oder Tapioka (Mandioka oder Kassava-Sago) wird für je einen Teller Suppe ein Esslöffel voll in siedende Suppe gegeben und eine halbe Stunde gekocht.
Knorrs tapioca julienne (mit getrockneten Gemüsen gemischt) lässt man mit kalter Suppe eine halbe Stunde stehn, setzt ihn dann mit derselben zu und kocht ihn etwas länger. Vor dem Anrichten kann man die Suppe mit einem Dotter absprudeln.
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