Helenes Garten

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9.32 Cinneraria - Cinerarie, Aschenpflanze


Welche pflanzen wählte man vor mehr als 100 Jahren für die Wohnung aus

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9.32 Cinneraria - Cinerarie, Aschenpflanze

Im Juni, Juli werden die Samen der Cinnerarien ausgesät. Sie keimen bei steter Feuchtigkeit im Zimmer oder im Mistbeetkasten bald. Die jungen Pflanzen sind sehr raschwüchsig; sie darin möglichst zu bestärken und Stöcke mit recht großen Blättern zu bekommen, ist die Sorge einer guten Kultur.

Zuerst verstopft man die jungen Pflanzen in Schalen in Mistbeeterde, und wenn sie sich hier berühren, erhalten sie Töpfe. Der Stand muß stets halbschattig und die Luft durch öfteres Spritzen feucht sein. In der Sonne werden die Blätter gelblich und nie besonders groß.

Bei nicht sorgfältiger Pflege finden sich auch häufig Blattläuse ein, die dann schwer zu vertreiben sind, und weil die Pflanzen, wenn sie gut werden sollen, rasch wachsen müssen, schnell großen Schaden anrichten. Das Bespritzen mit verdünntem Nikotinwasser oder das Überstäuben mit Insektenpulver gibt allein Rettung.

Die heranwachsenden Pflanzen müssen ohne große Störung des Ballens im Sommer noch 2-3 mal umgesetzt werden und schließlich Töpfe Nr. 2-4 haben. Ins Freie, auf den Balkon, oder draußen in den geschützten Garten kann man sie eventl. bringen, besser ist der Stand am Fenster, am besten ist es, die Cinnerarien mit dem Topfe in den Mistbeetkasten einzusenken. Die Cinnerarien gebrauchen im Sommer viel Wasser, auch öftere Düngung ist ihnen recht, besonders Kuhdung. Die kräftig entwickelten Pflanzen bleiben im Winter im kalten, frostfreien Zimmer. Sie müssen hier sehr hell stehen, also auf der Fensterbank, aber auch wieder so, daß der Frost ihnen nichts anhaben kann, denn gegen Frost sind sie furchtbar empfindlich; liegt ein Blatt über Nacht an dem gefrorenen Fenster, ist es tot; trifft ein frostiger Luftzug die Pflanze, sinkt gar die Temperatur unter 0, dann ist meistens alle Herrlichkeit vorüber. Wenn man schnell zur Hand ist, kann man wohl durch sofortiges Überbrausen der Pflanzen mit kaltem Wasser, nicht mit warmem, etwas retten, jedoch gelingt dies nur viel selten.

Werden die Cinnerarien, welche Blütenstiele lang hervorgetrieben haben, Ende Februar oder Mitte März in das Wohnzimmer gestellt, so sind die hübschen großen Blüten bald da. Die soweit herangebildeten Cinnerarien sind nun nicht mehr so empfindlich, wie im vorigen Jahre. Man kann sie zur Dekoration von Schalen austopfen, man kann sie später, auch im Mai, bei mildem Wetter, zur Ausschmückung der Balkons verwenden und braucht nicht zu fürchten, daß die Blüten sonderlich leiden. Die Blätter allerdings , werden bei zu schroffer Behandlung schlecht; doch ist das kein großer Schaden, weil die Pflanze nach der Blüte meistens weggeworfen

wird. Wer Samen gewinnen will, darf mit seinen Pflanzen keine Dekorationen ausführen. Er muß sie nach Möglichkeit pflegen, ihnen jede Witterungsänderung fern halten und womöglich mit einem Pinsel die Blüten bestäuben, damit ein reichlicher Samensatz stattfindet. Daß man zum Samengewinn nur die allerschönsten Blütenpflanzen aussucht, ist selbstverständlich, denn wer schlechte Samenträger hat, bekommt aus den Samen auch nichts besseres, wohl schlechteres.

o man die Samenzucht nicht liebt, Cinnerarien aber selbst ziehen will, da läßt sich aus den Seitentrieben, welche die abgeblühte Pflanze macht, junge Zucht heranbilden. Die Schößlinge haben Teils schon Wurzeln, auf jeden Fall bilden sie solche, behandelt wie Stecklinge, leicht

 

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