Helenes Garten

Eine alte Welt


9.30 Chlorophytum Sternbergianum


Diese Pflanzen wählte man vor mehr als 100 Jahren für die Wohnung aus. - Lesen Sie mehr in der Pflanzenübersicht

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9.30 Chlorophytum Sternbergianum

Sternbergs Chlorophytum ist eine jener Pflanzen, welche als Zimmergewächse noch lange nicht hinreichend geschätzt werden, obgleich sie bei geringer Pflege fast unverwüstlich sind und stets ein schönes Grün haben.

Das Chlorophytum wächst in jeder Erde; seine dicken, fleischigen Wurzeln füllen einen ganz kleinen Topf bald aus. Deshalb ist es besser, selbst für den frisch bewurzelten Steckling eine größere Nummer zu nehmen, 2 und später 4. Im Schatten und bei großer Wärme werden die Blätter der Pflanze ziemlich lang und knicken bald ein. Licht und Luft während des Sommers sind daher erwünscht und notwendig, sollen kräftige Stöcke entstehen.

Das Chlorophytum blüht sehr leicht, es treibt lange Blütenstiele, aber die Blüten sind nur klein, nicht besonders auffallend.

Selten bildet sich eine Frucht daraus, aber das Merkwürdige am Blütenstiel ist, daß er weiter wächst, sobald die Blütezeit vorüber ist. Es bilden sich dann Knospen und daraus eine Menge kleiner Pflanzen, die an dem ehemaligen Blütenstiele, der sich natürlich mit seiner Last nach vorne herunterbiegt, hinaufgeklettert scheinen.

Die Pflanze wird auf diese Weise ein Rankgewächs und schon mancher, der die Blütenstiele Fortschnitt und früher einmal Ranken sah, hat vergeblich auf Ranken gewartet. Da die jungen Pflanzen von der alten sehr gut ernährt werden, so wird das Chlorophytum mit jedem Tage schöner und kann dann wirklich zu guter letzt in einer Ampel Platz finden oder auf einer Konsole oder sonst auf einem erhöhten Gegenstand, von dem herunter die Ranken Platz haben und Licht bekommen. Sie treiben dann auch wieder Blüten und Pflanzen.

Winter und Sommer kann das Chlorophhtum im Wohnzimmer stehen, doch hält es auch bei 4 - 5 °C Wärme aus.

Es gibt noch eine Abart mit grün und gelben Blättern, die schöner ist als die erstere Chlorophytum Sternbergeanum fol. Var, die Behandlung ist dieselbe.

 

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