9.31 Chrysanthemum indium - Indische Wucherblume - Winteraster
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Diese Pflanzen wählte man vor mehr als 100 Jahren für die Wohnung aus. - Lesen Sie mehr in der Pflanzenübersicht
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9.31 Chrysanthemum indium - Indische Wucherblume - Winteraster
Die Winterastern bekommen in neuerer Zeit immer mehr blumistischen Wert, weil man sich die Mühe gegeben hat, die vordem
kleinblütigen Arten zu verbessern. Es gibt jetzt eine Reihe Formen, verschiedenfarbig blühend, braun, gelb, weiß und verschieden gestaltet: voll gefüllt wie eine Kamelie, die gefüllten Blüten wieder gefranzt,
kurz, wer Abwechslung bei diesen Pflanzen liebt, der kann sie in reichster Fülle haben. Die Kultur der Winterastern ist leicht. Wer nur auf das Zimmer angewiesen ist, wird freilich nie die prächtigen Büsche erzielen, wie der, welcher die Pflanzen mit den Töpfen im Frühjahre in den Garten aussetzen kann. Auf jeden Fall müssen die Stöcke aber alljährlich neu herangezogen werden. Zu diesem Zwecke kommen die alten Pflanzen, nachdem sie abgeblüht und 10 cm über dem Boden abgeschnitten sind, in das frostfreie Zimmer, wenn auch nur an einen halbhellen Platz, um dort durch mäßiges Gießen erhalten zu bleiben. Ende März, Anfang Mai bringen wir sie, ohne sie verpflanzt zu haben, in das Wohnzimmer ans Fenster. Hier treiben bald aus der Erde aus dem zurück geschnittenen Stengel krautige Triebe, zu Stecklingen das passende Material. Sobald dieselben handlang geworden sind, werden sie unter dem am tiefsten stehenden Blatte abgeschnitten und dann gesteckt, zu mehreren in einen Topf mit Sand oder in den Vermehrungskasten. Sie wachsen ziemlich leicht, mag es auch in der ersten Zeit, wenn die alten Pflanzen schon im Februar warm gestellt wurden, eine ganze Weile dauern, bis sich Wurzeln bilden. Der Topf muß mit einer Glasglocke bedeckt sein. Anfangs verwendet man für die jungen Pflanzen gern etwas sandige Erde, doch notwendig ist sie nicht. Die jungen Chrysanthemum sind nicht eigen. Sie nehmen, was ihnen vorgesetzt wird, und sogar mit großer Hast. Es ist deshalb auch nicht daran zu denken, daß sie lange in kleinen Töpfen bleiben können. Je früher das Umpflanzen geschieht, desto besser ist es. Die in Töpfen stehenden Pflanzen müssen im Laufe des Sommers noch mehrere mal in größere Töpfe und kräftige Erde versetzt werden. Wo ein Garten fehlt, da ist aus jeden Fall der luftige Balkon zum Sommeraufenthalte der Chrysanthemum zu wählen. Im geschlossenen Zimmer gibt es nur unansehnliche Büsche. Häufiger Dungguß und viel Wasser darf allen Astern nicht fehlen. Sobald die Pflanzen genügend Triebe gebildet haben, 4, 5, 6, hört das Entspitzen auf. Zu spät in den Sommer hinein soll man es nicht machen, besonders nicht bei den Büschen, welche zeitig blühen sollen, weil man die Blütezeit durch daß Entspitzen weiter zurücklegt. Astern, welche zu früh blühen, kann man entspitzen, solange die Knospen noch klein sind und die Triebchen mit 3 bis 4 Blättern wie Stecklinge zu 6-7 in einem Topf stecken. Sie entwickeln ihre Knospen und geben kleine Miniaturpflänzchen. Frühere oder spätere Blüte wird auch wesentlich beeinflußt durch die Sorte. ES gibt früh- und spätblühende Sorten.
Gute früh blühende sind:
P.Radelli, rahmfarbig, Mad.Leon Collin, goldbronze, Mad.Paul Dutour, helllila, Mad. Heenry Devred, Des granges, weiß, La Thriomphante, rosa.
Spätblühende:A.Perry, Miss l`Cartledge, Mrs. Marie Simpson, Robert Craig, Golden Gate, Adolphe, E-G- Hill, Lilian Russel , Delaware
Das Einpflanzen der ohne Töpfe in den Garten gebrachten Pflanzen geschieht vor den ersten Nachtfrösten. Alle Winterastern kommen zuerst ins kalte Zimmer und von hier aus, je nach der Entwicklung, ins warme.
Um von Chrysanthemum ausdauernde Hochstämme zu bekommen, muß man die gewöhnlichen Chrysanthemum, Chrysanthemum indium auf Chrysanthemum frutescens , der Margarethenblume, veredeln, und zwar veredelt man in jeden Zweig des Kronenbäumchens von
Chrysanthemum frutescens durch Pfropfen in den Spalt. Chrysanthemum frutescens gedeiht sehr gut im Zimmer. Die auf demselben veredelten Chrysanthemum indium sterben nicht wieder ab.







