Helenes Garten

Eine alte Welt


9.26 Calla – Galla - Drachenwurz


Diese Pflanzen bevorzugte man vor mehr als 100 Jahren als Zimmerpflanzen. - Lesen Sie mehr in der Pflanzenübersicht

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9.26 Calla – Galla - Drachenwurz

Die Calla ist eine Sumpfpflanze während der Zeit ihres Wachstum. Sie kann dann kaum genügend Wasser und Dungguß bekommen und verlangt hellen, 8—10°C warmen Stand. Aber wenn die Blüte vorüber ist, will sie nicht mehr wachsen, sie möchte dann durch allmählich stärkere Wasserentziehung nach und nach eingeschläfert werden und schließlich ein bis zwei Monate hindurch im Freien an halbsonnigem Platze, fast ohne Wasser, ruhen. Für die spätere Blüte ist diese Ruhezeit unbedingt notwendig . Selten gibt es ohne dieselbe Blüten, sicherlich aber nicht im Winter, wo Calla, die eine Ruhezeit durchgemacht haben, freudig ihre Blumen entwickeln.

Calla, die nur im Winter blühen sollen, werden im Herbste in neue Töpfe gepflanzt. Ihr Ballen wird vorsichtig auseinandergedrückt, alle schlechten Wurzeln kommen fort und dann erhalten die Pflanzen wenig größere Töpfe, aber nahrhafte Mistbeeterde oder Gartenerde. Anfangs bleiben sie, so lange es der Frost erlaubt, draußen, nachher werden sie ins kalte Zimmer gestellt und immer mäßig feucht gehalten. Ende November oder Anfang Dezember kommen die festgewurzelten Callas an einen wärmeren Platz, womöglich auf das Fensterbrett. Allzuwarm darf es hier nicht sein; leicht treiben sonst die Pflanzen ungemessen lange Blattstiele, die kaum stark genug sind, das Blatt zu tragen. 8-10°C am Fenster sind hinreichend, um die Entwickelung der Pflanze in die richtige Bahn zu lenken, auch sie vor Ungeziefer, besonders vor Blattläusen, zu schützen, welche sich im Winter gern an der Blüte und dem sich aufrollenden Blatte einfinden. Wo sie dennoch auftreten, muß man in die Blätter und Blütentuten Insektenpulver streuen. Schwächere Pflanzen treiben eine Blüte, kräftige bringen oft 4-5. Sobald die Blüte vorbei ist und die Blätter gelbliche Färbung zeigen, beginnt die durch allmähliches Trockenhalten unterstützte Ruhezeit, welche im Sommer durch Einsenken an einem warmen Platze im Freien fortgesetzt wird. Die Vermehrung der Calla geschieht leicht durch Teilung der alten Stöcke im Herbste beim Verpflanzen. Es gibt eine zwergartige Calla, Calla aethiopica nana, die nicht den hohen Wuchs der Urform hat und deshalb für das Zimmer fast noch empfehlenswerter ist, als jene. Ihre Blüten sind allerdings nicht so groß.

Neuerdings gibt man sich Mühe, Calla mit roten Blüten zu züchten. Anfänge sind vorhanden. Es wird aber wohl noch einige Zeit dauern, bis sie sich sehen lassen können.

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