9.13 Aucuba japonica- Japanische Goldorange
Von der Goldorange gilt fast dasselbe, wie von der Schildblume. Sie gehört ebenfalls zu den Pflanzen, welche sich mit Geduld nahezu in alles fügen. Eigentlich eine Pflanze fürs kalte Zimmer, läßt sich die Goldorange trotzdem im Winter im Wohnzimmer unterbringen, sie überwintert aber auch ohne Schaden im Keller und kommt in milden Wintern bei einiger Decke sogar im Freien durch. Im Wohnzimmer leidet die Goldorange leicht durch Schildläuse, dann besonders, sobald sie hier der Ofenwärme direkt ausgesetzt ist und einen zu warmen Stand erhalten hat. Es gibt
ja im Wohnzimmer weit entfernt vom Ofen Plätze, an denen nicht mehr als 10-13°C Wärme vorhanden sind. Dort ist der richtige Platz, selbst wenn es etwas dunkel ist. Während des Sommers will die Goldorange einen freien Stand auf dem Balkon, dem Fensterbrett oder im Garten. Etwas Zug schadet nicht. Sie kann hier, wie auch im Zimmer zum Ausfüllen der Lücken und zum Vollstellen der schlechteren, dunkleren Plätze verwendet werden. Ziemlich leicht lassen sich hübsche, buschige Goldorangen ziehen. Für diese ist natürlich, so lange sie nicht ausgewachsen sind, ein besserer Platz notwendig . Wo wir es haben können, pflanzen wir sie aus sonnige Beete im Garten, andernfalls in Töpfe, in welchen jungen Dinger, die aus Steckling oder Samen herangezogen sind, eine lehmige, gute Gartenerde bekommen.
Ein Schnitt trägt wesentlich zum Buschigwerden bei. Er kann, wie es gerade nothwendig ist, ziemlich tief ins alte Holz macht werden. Zur Kräftigung der Pflanzen ist auch ein allwöchentlicher Dungguß von Kuhdung oder Blut gut.
Die Goldorangen sind zweigeschlechtig. Es blühen wohl beide, aber nur die weiblichen Pflanzen bringen Früchte, welche durch ihre hübsche rote Farbe zieren. Wer auf jeden Fall weibliche Pflanzen haben will, muß sich eine Pflanze mit Früchten kaufen und von dieser durch Stecklinge neue ziehen. Früchte lassen sich allerdings von dieser Pflanze auch nur dann erwarten, wenn gleichzeitig noch eine Pflanze mit männlichen Blüten vorhanden ist, deren Blütenstaub in die Blüten der weiblichen Pflanze hineingestäubt wird.
Treibt die eine Pflanze schneller als die andere, so muß sogar die schnell treibende einen kalten Platz erhalten, damit die Blüte der beiden Pflanzen in dieselbe Zeit fällt. Die Stecklinge wurzeln langsam aber ziemlich sicher im Topfe ohne Glocke. Aus Samen gibt es beide Arten. Doch sind auch die männlichen Pflanzen, welche im übrigen ganz den weiblichen gleichen und dieselben gelb gefleckten Blätter haben, ohne diesen Fruchtschmuck recht hübsch und empfehlenswert.








