9.43 Cytisus Attleanus - Attleans Goldregen
Unser hübsches Bild
BILD fehlt noch
zeigt uns einen blütenübersähten Busch von Attlean's Goldregen.
So wie er dort sich zeigt in seinem größten Schmuck, so können wir diesen Goldregen ohne viel Mühe im Zimmer ziehen, wenn wir nicht vergessen, diese Pflanze aus Neuholland am Fenster des kalten Zimmers, mit 2-3 °C Wärme, aufzustellen, wenigstens im Winter. Über Sommer liebt sie die freie Luft und wenn es irgend zu ermöglichen ist, bringen wir die Pflanze auf ein sonniges Beet in den Garten. Dort wächst sie ganz vortrefflich und bildet kurze, kräftige Blütentriebe, die dicht an dicht stehen, sobald wir im Frühjahre beim Verpflauzen den Rückschnitt der Triebe, je nach der Länge, durchgeführt haben. Ohne Rückschnitt gibt es einzelne lange Ruten, die Pflanze sieht dann besenförmig aus. Bilden sich trotz des Rückschnittes einige Triebe stärker aus als andere, was vorkommt, so werden sie entspitzt, um das Wachstum einzudämmen und so das Gleichgewicht herzustellen.
Das Umpflanzen des Goldregens geschieht nach der Blüte im Frühjahre, entweder in gute kräftige Lauberde, gute Mistbeeterde oder Kompoft. An Gartenerde gewöhnt sich die Pflanze nur allmählich, doch wächst sie darin vorzüglich, wenn sie von jung an darin gezogen wurde. Es läßt sich dies ermöglichen durch die Anzucht von Pflanzen aus Stecklingen, welche man im Juli, August aus schon etwas verholzten Trieben macht und zu 8, 10, auch mehr, in einen Topf mit Sand steckt und mit einer Glasscheibe von der äußeren Luft abschließt. Das Bewurzeln der Stecklinge dauert ziemlich
lange. Der Trieb derselben beginnt oft erst im nächsten Frühlinge. Um die jungen Pflanzen möglichst schnell heranwachsen zu lassen, werden sie im Garten ausgepflanzt und, nachdem sich der Trieb entwickelt hat, öfters entspitzt.
Wünscht man Kronenstämmchen, so darf nur ein Trieb bleiben. Dieser eine Trieb wird später, wenn er die erwünschte Höhe erreicht hat, geköpft, um ihn zur Bildung von.Seitentrieben anzuregen. Was von den neugebildeten Trieben zur Form nicht paßt, wird wieder fortgeschnitten.
Um einen Busch zu erzielen, ist ebenfalls ein Entspitzen angebracht, aber aller Triebe. Wo es nicht möglich ist den Goldregen hinauszubringen, müssen wir für ihn einen halbschattigen Platz am häufig gelüfteten Fenster, auf dem Balkon oder dem Fensterbrette draußen, wählen.
Das Gießen ist im Sommer bei regem Wachstum recht oft notwendig, im Winter dagegen im kalten Zimmer weniger.
Man kann den Goldregen auch treiben, dadurch, daß man ihn im Februar an das Fenster des warmen Zimmers stellt, doch leidet die Pflanze darunter.








