Helenes Garten

Eine alte Welt


9. Die besten Pflanzen für das Zimmer


Diese Pflanzen bevorzugte man auch schon vor mehr als 100 Jahren als Zimmerpflanzen. - Lesen Sie mehr in der Pflanzenübersicht

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9.34 Clematis- Klematis

Es ist kein Zweifel, daß Clematis in der freien Natur am günstigen Platze um vieles üppiger sich entfalten, als im Zimmer. Doch das, was wir im Zimmer bei einigermaßen passender Behandlung erreichen können, ist immer noch übergenug, um uns diese Pflanzen lieb und wert zu machen.

Die Clematis sind Rankpflanzen, sie eignen sich daher besonders dazu, leichte, zierliche Drahtgeflechte zu überziehen oder am Fensterholz emporgeleitet zu werden, oder auf den Balkon in großen Kästen gesetzt die Glasslächen und das Gitter zu überziehen.

Wer noch niemals Clematis gezogen hat, wird, wenn im ersten Jahre nicht gleich starker Wuchs hervortritt, leicht etwas ungeduldig werden; es kommt recht häufig vor, daß die Pflanzen erst im zweiten Jahre ordentlich ins Wachstum kommen und Blüten in reicher Fülle bringen. Oft spricht die Erde dabei gewaltig mit.

Clematis lieben recht kräftige Erde. Am angenehmsten ist ihnen Erde, die aus Rasenstücken gewonnen ist, welche 1 oder 2 Jahre gelegen haben und noch von feinen, halbverwesten Würzelchen durchzogen sind. Gute Gartenerde und gute Mistbeeterde sind natürlich auch erfolgreich verwendbar.

Das Verpflanzen geschieht im Frühjahre; da das Holz der Clematis ungemein brüchig ist und wie Glas abbrechen kann, so muß man sehr vorsichtig sein. Oft splittert die braune Rinde ab und das grüne Holz liegt zu Tage, doch hat dies keinen Nachteil .

Kuhdünger oder verdünntes Blut sind im Sommer bei regem Wachstum sehr dienlich. Je stärker der Wuchs, desto größer ist der Blütenreichtum. Nach der Blüte kann man stark zurückschneiden und so neuen Trieb und neue Blüten erzwingen.

Die Vermehrung der Clematis geschieht fast nur durch Vererdelung auf Clematis viticella, italienische Waldrebe ; diese wird aus Samen gezogen. Man benutzt von ihr die stärkeren Wurzeln und veredelt hierauf. Einspitzen, kopulieren ist am besten. Die Veredelung muß man im Frühjahre unter Glasglocken ausführen, sie gelingt ziemlich leicht. Alte Clematisstöcke kann man auch durch Zerteilen vermehren und gewinnt auf diese Weise schneller kräftige Pflanzen.

Im Winter stehen die Clematis im Keller oder frostfreien Zimmer. Wasser so viel, daß der Erdboden immer ein wenig feucht ist mehr. Wenn man Pflanzen hat, die nicht treiben wollen, so gibt es ein gutes Mittel - Auspflanzen. Die Stöcke kommen mit dem gelockerten Ballen in gehörig gedüngten und mit Kompost versehenen Gartenboden und werden, wenn sie kräftig geworden sind, wieder eingepflanzt. Über Winter bleiben sie ganz im Freien, erhalten nur eine Decke oder werden, was am allerbesten ist, in die Erde gelegt, wie Wein

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