9.69 Myrsiphyllum asparagoides – Spargelähnliches Myhrtenblatt ( Medeola asparagoides)
Erst in neuerer Zeit kommt diese hübsche Pflanze zu ihrem Rechte und hält ihren Einzug in unsere Zimmer, wohin sie wirklich ganz vorzüglich paßt und wo sie durch ihr dunkelgrünes,derbes Laub einen angenehmen Ruhepunkt für das Auge bietet. Das spargelähnliche Myrthenblatt rankt. Es treibt aus dem knolligen Wurzelstocke meterlange Triebe die sich an dem Fensterrahmen hübsch emporziehen lassen - die aber auch, wenn man die Medeola in eine Ampel pflanzt,von oben herunterhängen oder an einem Drahtgestelle in hübsche Formen gezogen werden können. Ältere Pflanzen des apargelähnlichen Myrthenblatt. Myrsiphyllum lassen sich durch Teilung vermehren indem man einfach die Stöcke auseinanderreißt und die einzelnen Teile pflanzt. Junge ziehen sich aus Samen leicht heran. Der Same ist fast schwarz, hart. Er braucht 5—6 Wochen zum Keimen, dgl. treibt aber dann sehr rasch dünne Triebe hervor, wie der Spargel. Ich habe den Samen in Sägemehl ausgesäet und die jungen Pflanzen nachher einzeln in kleine Töpfe mit guter Erde, Gartenerde, gesetzt. Sie standen an einem Fenster des Wohnzimmers mit östlicher Lage. Doch wachsen die Pflanzen auch eben so gut an sonnigerem oder etwas schattigerem Platze. Infolge des ziemlich raschen Wachstums ist öfteres Verpflanzen geboten, auch ein Dungguß Wasser.
Über Sommer läßt sich die Medeola im Freien verwenden, meistens ist aber das spätere Hineinbringen mit dem Verluste etlicher Blätter verknüpft. Man braucht die Medeola nicht schneiden; sie entwickelt sich ohne Schnitt weit besser. Nur wenn ältere Äste absterben, dann soll man sie gleich unten am Wurzelstocke fortnehmen und so Raum für kräftigere Triebe schaffen. Im Winter ist das Myrsiphyllum im kalten, 2-3 °R haltenden Zimmer wohl durchzubringen, doch gefällt es ihm hier meistens nicht so gut wie im Wohnzimmer.
Die ärgsten Feinde sind die Schildläuse; sie finden sich besonders gern an älteren Zweigen und muß man deshalb sehr darauf achten








