Helenes Garten

Eine alte Welt


9. Die besten Pflanzen für das Zimmer


Diese Pflanzen bevorzugte man auch schon vor mehr als 100 Jahren als Zimmerpflanzen. - Lesen Sie mehr in der Pflanzenübersicht

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9.60 Isolepis gracilis - Zartried oder Perlgras

Ein Sumpfgras, allerliebst für unser Wohnzimmer, oder unser kaltes Zimmer, wenn es genügend Feuchtigkeit erhält. Zuviel gießen können wir nie, leicht aber zu wenig. Um uns dieser Gefahr nicht auszusetzen, stellen

wir den Topf in ein Glas, daß der Topf im Wasser steht. Es zieht nun nicht allein fortwährend Feuchtigkeit in den Ballen hinein, es wachsen auch die Wurzeln aus dem Abzugsloche, welches nicht mit Scherben bedeckt sein soll, in das Glas hin.

Recht fette Erde ist für Isolepis immer am besten, Düngung sagt ihm außerordentlich zu. Aber wenn wir auch düngen, wenn wir auch umpflanzen, das Isolepis hat seine Zeit. Nach 1-2 Jahren sterben die unteren Blätter ab, sie werden gelb, der obere Trieb läßt nach und wollen wir auch ferner schöne Isolepis haben, so müssen wir verjüngen, neu ziehen. Nichts einfacheres gibt es, als dies.

Es werden die Ballen der älteren Pflanzen auseinander gerissen und Stücke aus der Mitte, an denen sich gute Wurzeln und ein gesunder Blätterschopf befindet, in einen Topf gepflanzt. Im Anfang müssen sie schattig stehen, wie überhaupt Isolepis für halbschattigen, nicht den direkten Sonnenstrahlen ausgesetzten Stand am Fenster dankbar sind. Es kann ihnen aber schon gleich die Behandlung der alten Pflanzen zuteil werden, bekommen auch schon ihr Wasserglas.

Isolepis lassen auch hoch stammig ziehen. Man pflanzt sie dazu in schmale, lange Töpfe, wie man solche früher zur Hyazinthentreiberei benutzte, nimmt lehmige Erde und gießt die Pflanzen, Welche nicht aus einem Wasserglas kommen dürfen, tüchtig. Wenn der dünne Erdballen von den Wurzeln vollständig verfilzt ist, ist der Augenblick, die Pflanze umzusetzen und den Stamm zu bilden, gekommen, dadurch nämlich, daß wir nur einen kleinen Teil des langen Ballens in den neuen Topf setzen und den übrigen Teil hoch stehen lassen.

Das Isolepis verträgt dies recht gut, solange die Erde immer durch öfteres Spritzen feucht gehalten wird. Ist der Stamm noch nicht genügend hoch, so wird nochmals in einen so hohen Topf umgepflanzt und später wieder nur ein kleiner Teil des Vallens in den neuen, jetzt flachen Topf gesetzt.

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