9.84 Rivinia humilis - Rivinie.
Die kleinen, korallenroten Früchte bilden den Hauptschmuck der Rivinien; sie bilden auch das Hauptmittel für uns, die Pflanze zu vermehren. Es keimen die Samen, welche mit den Beeren in Anfang oder Ende Februar in einen Topf mit leichter sandiger Erde ausgestreut und dort etwas eingedrückt werden, leicht und schnell wachsen daraus ansehnliche Pflanzen heran, wenn man 3-4 der jungen Sämlinge in einen nicht zu großen Topf pflanzt und ihnen gute Mistbeeterde gibt. Gut ist es, die Rivinien öfters zu entspitzen, weil sie die Neigung haben, ohne viel Verzweigung kahl in die Höhe zu schießen und dann an den Spitzen die Blütentrauben zu entwickeln, welche bald zu reizenden roten Fruchtsträußchen werden. Neben der Zucht aus Samen kann man die aus Stecklingen ebenfalls betreiben; die Stecklingspflanzen blühen früher.
Die Rivinien lieben im Sommer und Winter im Wohnzimmer zu stehen, dicht am Fenster oder doch nicht weit davon entfernt.
Sie blühen im Winter eben so gut wie im Sommer, setzen auch Früchte an, und ist so der Schmuck, den sie bieten, eins dauernder. Ältere, dreijährige Pflanzen sind selten schön; sie leiden durch Ungeziefer, durch Schildläuse, und ist es Ratsam, solche Pflanzen wegzuwerfen. Wenn junge Rivinien in trockener Luft Blattläuse bekommen, was nicht ausgeschlossen ist, so hilft ein Überstreuen mit Insektenpulver und späteres Abwaschen der Pflanzen.








