9.88 Torenia asiatica - asiatische Torenie
eignet sich ganz vorzüglich als Ampelpflanze, wenn man ihr einen sehr guten Platz am beschatteten Fenster im Wohnzimmer anweisen kann. Wo es zieht, wo die Temperatur nicht eine ziemlich beständige ist, vermag Torenia asiatica nicht zu gedeihen, sie verkümmert und geht ein.
Die Torenie wächst in humoser Gartenerde, Mistbeet- und auch in Heideerde. Sie mag keinen großen Topf; man sollte aber immer zwei Pflanzen zusammensetzen, damit schnell kräftige, sich weit über den Topfrand hinausbiegende Pflanzen enstehen. Solch ein Topf blüht dann übervoll, und sehen die lebhaft blauen Blüten ungemein reizend aus. Die Torenie ist als kleine Pflanze endlich. Es ist ihr dann ganz recht, wenn man über ihren Topf eine Glocke stülpt und ihr gestattet, sich darunter kräftig zu entwickeln. So lange die Pflanzen nicht stark wachsen, brauchen sie nicht zu viel Wasser; zu vieles Gießen gibt weißlich-gelbe Blätter; oft kann solche Blattfarbe freilich auch durch kalten Stand hervorgerufen sein, 12-14 °R Wärme ist der Torenia asiatica schon ein Bedürfniß zum freudigen Gedeihen. Man vermehrt die asiatische Torenie nur durch Stecklinge, welche schon im März geschnitten werden und bei warmem Stande im Vermehrungskasten oder im Topfe unter einer Glasglocke ziemlich rasch wurzeln.
Viel härter, aber nicht so schön sind Torenia Fournieri und Torenia Bailloni . Erstere kommt in der schönen blauen Blüte der asiatischen Torenie gleich, aber im Wuchs kann sie sich nicht mit ihr messen, sie wächst aufrecht. Auch Bailloni hat aufrechten Wuchs, aber gelbe Blüten. Torenia Fournieri sowohl wie Bailloni werden alljährlich aus Samen herangezogen. Der Same keimt leicht; ist billig und die jungen Pflanzen wachsen auch ziemlich rasch. Man säht den Samen im Februar Die Pflänzchen kommen, wenn sie einmal verstopft sind, zu 2, 4, 5 oder 6 in einen Topf Nr. 3 oder 4; an den Rand herum werden sie verteilt und in die Mitte außerdem noch ein oder zwei gesteckt.








