Von den vielen Gewächsen, welche wir bis jetzt in unsere Zimmer aufgenommen haben, sind einige, wie Abutilon, Imantophyllum, Primel, Alpenveilchen, Begonia, Calla, Echeveria, von Natur wohl ausgezeichnet, mehr oder minder im Winter zu blühen, andere, beispielsweise die Pelargonie, die Fuchsie, die Hortensie, bringen Blüten, wenn sie im warmen Zimmer aufgestellt sind, aber alle zusammen vermögen sie uns doch noch nicht einen recht ausgiebigen Winterflor zu geben, dazu gehört die Pracht der Hyacinthen, Maiblumen, Tulpen, der Croeus, Narzissen, Rosen, Flieder und wie sie schnell alle heißen mögen. An sie müssen wir uns halten, wenn uns die Blüten im Winter nicht ausgehen sollen. Freilich, auch diese Pflanzen sind weit davon entfernt, uns leichthin ihre reizenden
Gaben zu schenken, im Gegenteil, sie sind eigentlich recht hartnäckig und wollen ordentlich dazu gezwungen werden, getrieben nennt es der Gärtner. Und auch das geht nicht so ohne Weiteres, denn das Treiben der Pflanzen ist eine eigene Kunst und für die Pflanzen selbst eine Anstrengung sonder gleichen.
Wie wir uns für jede angreifende Arbeit vorzubereiten suchen, ähnlich will auch die Pflanze vorbereitet werden, um die Kraft zum Blühen im Winter zu erhalten. Geschieht das nicht, dann bekommen wir, wie es bei Rosen, Flieder häufig genug geschieht, wohl Triebe und Blätter, nicht aber Blüten. Die Vorbereitungszeit ist darum sehr wichtig. Sie ist nicht bei allen Pflanzen gleich, soll aber immer recht kräftige Pflanzen schaffen.
Unterkapitel
zurück zur Übersicht beim Thema Treiben
10.1 Das Treiben der Zwiebelgewächse, sowie derjenigen Pflanzen, welche ähnliche Behandlung wünschen.10.2 Kauf der Zwiebeln, Einpflanzen und erste Behandlung.
10.3 Treiben - Sitzenbleiben
10.4 Hyacinthen aus Gläsern
10.5 Das Treiben der Tulpen
10.6 Das Treiben der Scilla sibirica
10.7 Maiblumentreiberei
10.8 Zwiebeln bei geringer Wärme zu treiben
10.9 Blühende Lilien im Winter
10.10 Das Treiben der holzartigen Gewächse
10.11 Treibpflanzen unter den Stauden








