Helenes Garten

Eine alte Welt


9.5 Agave


Welche pflanzen wählte man vor mehr als 100 Jahren für die Wohnung aus

Falls sie die Tipps auf dieser webseite anwenden wollen, lesen Sie bitte vorher die Nutzungsbedingungen

Klicken Sie hier, wenn sie zurück zur Pflanzenübersicht kommen wollen

9.5 Agave

Eigentümliche, dickblätterige Pflanzen, welche im Zimmer weniger, aber während des Sommers im Garten zieren. Hier lassen sie sich überall hinbringen. Selbst auf dem Balkon und auf einem platten Dache wachsen sie; ein guter warmer Stand ist ihnen natürlich am liebsten.

Die Agaven werden fast nur durch Seitensprossen vermehrt, welche sich reichlich an älteren Pflanzen bilden. Ihre Blüten sieht man selten. Es heißt, die Pflanze müsse 100 Jahre alt sein, bis sie Blüten bringe, doch dauert es so lange nicht. Bei guter Pflege entwickelt sich nach 20-30 Jahren der Blütenschaft, welcher ungemein rasch und hoch wächst. Nach der Blüte und Samenreife stirbt die alte Pflanze ab, es entwickeln sich, nur mehr wie zuvor, kleine Ausläufer, die alle junge Pflanzen geben.

Um Ausläufer recht schnell heranwachsen zu lassen, pflanzt man sie über Sommer aus, in einen Mistbeetkasten oder auf ein warm gelegenes Beet, das vorher stark mit Kompost oder Frühbeeterde gedüngt wurde. Auch alte Pflanzen lassen sich willig aussetzen und im Herbste ohne Schaden wieder in Töpfe bringen. Die Überwinterung geschieht in einem hellen, 4-5°C warmen Raum. Man kann die Pflanzen auch ins Wohnzimmer bringen, die Wärme schadet nicht. Nur dürfen wir im Winter nicht viel gießen. Blätter, welche anfangen zu faulen, müssen bis zur Faulstelle abgeschnitten werden, die Schnittfläche wird mit Kohlenpulver bestreut.

Agaven im Keller zu überwintern ist mißlich, kleine Pflanzen halten solchen Stand aus, große leiden furchtbar. Im Sommer lieben Agaven wie andere Pflanzen Wasser, auch Dungguß, selbst wenn sie ausgepflanzt sind.

Alle Agaven-Arten, und es gibt deren viele, sind für die Zimmerkultur geeignet.

Buchtipps